
Irene Zurkinden
Tanz, 1956
Federzeichnung auf Papier
30 x 21 cm

Max Hari
Akt, 2001
Pinselzeichnung auf Papier
25 x 20 cm

Sue Irion
Pin up, 2008
Fotoemulsion
40 x 50 cm

Le Corbusier
Deux femmes au repos
Gouache auf Papier
43 x 66 cm
Im Zeichen des Eros
Kunst im Zeichen des Eros, das ist weit mehr als seidige Haut und sinnliche Kurven in Öl, Acryl oder Bronze. Im antiken Märchen ist Eros mit seinem Köcher voll kitzelnder Lustpfeile der Geliebte der Psyche; ihre gemeinsame Tochter heisst zu Deutsch Vergnügen. An Vergnügen dachte auch Galerist Raphael Rigassi, als er Erotisches von 30 Künstlerinnen und Künstlern der Galerie zusammenstellte. Bekannte Namen aus der Schweiz wie Martin Disler und Balthasar Burkhard finden sich neben internationaler Prominenz wie Mel Ramos, Arnulf Rainer, Francesco Clemente und Le Corbusier. Mehr als 16 Kunstschaffende schufen eigens für die Präsentation neue Bilder und Objekte. Akte und Anspielungen, Zartes und Zweideutiges verbinden sich amüsant, knisternd und immer wieder überraschend. Subtile Aktbildnisse, wie Rudolf Mumprechts in violetten Malgrund geritzte Zeichnung „sentir sa peau“ finden sich neben abstrahierten Körperlandschaften aus Cortenstahl von Willy Weber. Marie-Jo Lafontaines Rosenbild „A fleur du mal“ feiert die zarte Poesie des Eros, eine an Niki de Saint Phalle erinnernde Figur der jungen Künstler Lexx-Li nimmt das Thema Lust mit frecher Direktheit in die Hand und Iwan Luginbühls kopulierende Kröten verlagern die Lust-Kunst ins Kreatürliche. Erotik zeigt sich schlicht überall – man muss sie nur sehen wollen.
R.R.
Der Eros, das ist das Verlangen der Sterblichen nach Unsterblichkeit. Sokrates |