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ELENA  PREIS und ALEXANDRA SEMENOVA
Kandindskys Nachkommen


Elena Preis


Alexandra Semenova, Touche, 1982

ELENA  PREIS (geb. 1938 in Moskau, wo sie auch heute lebt) ist Kandinskys Grossnichte mütterlicherseits. Als sie längst schon zeichnete und malte, wurde ihr mit gebotener Vorsicht über ihren Grossonkel erzählt, denn Kandinsky war in der Sowjetunion als «Formalist» verboten, wie er in Nazi-Deutschland als «entartet» galt. Neben ihrem Beruf als Diplom-Chemikerin beginnt Elena 1989 auszustellen. Ihre erste Einzelausstellung 1994 in Moskau mit Holzschnitten zu Bibelthemen wird ein Riesenerfolg; Fernsehen, gute Kritiken, die Zeitschrift «Echo Planety» widmet ihr 4 Seiten mit Farbabbildungen. Es folgte eine Ausstellung in Brüssel, und im Oktober/November 1995 war ihre Mappe zu biblischen Themen in der Kirche von Louvain (Löwen) zu sehen. - Der bekannte belgische Graphiksammler Eugene Rouir, dessen Buch über graphische Techniken ins Deutsche übersetzt ist und der seine Sammlung «Von Delacroix bis Picasso» dem Museum von Louvain geschenkt hat, war beeindruckt von ihrer Meisterschaft und kaufte mehrere Blätter für seine Sammlung. Ihre neueren abstrakten Graphiken waren im Oktober/November 1995 in Köln und in München ausgestellt. In München, Köln, Düsseldorf und Brüssel werden auch ihre abstrakten farbigen Graphiken und Papierarbeiten geschätzt. Erst von 2001 an stellen auch die grössten russischen Museen ihre Collagen und Linolschnitte aus: das Puschkin-Museum in Moskau und das Staatliche Russische Museum in Petersburg, die Museen Nowosibirsk und Wologda, die auch Arbeiten von ihr erwerben. Vier Werke von ihr finden sich im Sammelband «Abstraktion in Russland».

ALEXANDRA SEMENOVA, (geb. 1984 in Moskau) ist wiederum die Grossnichte von Elena Preis, also die Ur-ur-Grossnichte Kandinskys mütterlicherseits. Ihre beiden Eltern sind Künstler und gaben ihr nichts als die Begeisterung mit auf den Weg, ohne ihre Entwicklung zu beeinflussen. Mit 8 Jahren schon kam sie mit ihren Tierzeichnungen ins Fernsehen, und jeder konnte «live» ihre rasche, nie unterbrochene und nie korrigierte Linienführung verfolgen. 1995 ist ihr erstes Buch erschienen, Illustrationen zu R.Kipling.

Dr. Jelena Hahl-Fontaine, Brüssel


 


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