Galerie Rigassi


 

BRUNO VAUTRELLE
FAGUS SILVATICA TORTUOSA
Fotoarbeiten

Bruno Vautrelle
Faux No. 133
aus der Serie Faux de Verzy, 2004

Bruno Vaturelle
Faux No. 121
aus der Serie Faux de Verzy, 2004

Bruno Vautrelle
Faux No. 51
Silberprint. 2004. 124 x 760 cm

 

Bruno Vautrelle (Photograph)
Geboren 1968 in Chalons in der Champagne (Frankreich). Lebt und arbeitet heute in Paris. 1990 Magister in Photographie an der ISNA in Metz (F). Von 1993 - 1997 Assistent von Bruno Jarret und Roger Turqueti, Schwerpunkt sind Studioaufnahme von Stilleben. Seit 1997 macht Bruno Vautrelle als freischaffender Photograph Aufnahmeserien für Werbekampagnen von Guerlin, Jil Sander, MaxMara, Ford, L'Oréal, Jean-Paul Gaultier. 2004 zeigt Vautrelle zum ersten Mal die «faux de Verzy» im Salon de Mai de Parisge; sowie an der Art Paris, Carrousel du Louvre, Paris und in der Galerie Frank Pages Baden-Baden. Im Oktober erschien «(d)rôles d'oiseaux», Sammlung Bouche à Oreilles im Verlag Voix d'encre, mit einer Photographie aus der Serie «Explosion».
2005 sind Werke von Bruno Vautrelle an der Art Karlsruhe (one-man show), Galerie Frank Pages sowie an der Art Paris 05, Carrousel du Louvre, Paris zu sehen. Erstmals zeigt Bruno Vautrelle seine Werke in der Schweiz in der Galerie Rigassi, Bern.

Die Gruppe f.64, gegründet 1932 durch Ansei Adams, Imogen Cunningham und Edward Westen hat einen wesentlichen Einfluss auf die Arbeit von Vautrelle. Es ist vor allem ihre fast fanatische Haltung angesichts Stilgenauigkeit und technische Perfektion, wertlegend eher auf die durch Licht entstandene Harmonie zwischen den Elementen einer Landschaft als auf eine genaue Wiedergabe von Materialien und Formen. Eine Mischung aus Abstraktion und Realismus, sowohl als Landschaft- wie als Stillebenaufhahmen im Atelier, diese Photographie hebt die Vieldeutigkeit der Formen hervor. Jedes natürliche, reale Objekt wird durch die weisunggebenden Linien einer ausgeglichene Komposition transzendiert, die so zum einzigen Protagonist des Werkes wird.

Les Faux de Verzy oder «fagus silcatica tortuosa» von Verzy Im Staatsforst von Verzy stehen jede Menge eigenartige Buchen auf den überwachsenen Ruinen der Abtei von St. Basle, gegründet 664 durch St. Nivas. Dieses Waldstück befindet sich im regionalen Naturpark, dem «Parc Naturel Regional de la Montagne de Reims». Die Bäume haben bizarre verschlungene Formen, man nennt sie «fagus silvatica tortuosa», in französisch: FAUX. «Die spinnen, die Bäume!» Die Äste wachsen in den Boden und die Wurzeln gen Himmel. Es ist eine Anarchie der Formen: Drehungen, Zick-Zack, Verzerrungen, Schwellungen, Verwachsungen, Verdickungen, Kurven, ein Ringelreihen der FAUX von Verzy! Nur das Objektiv - schwarz-weiss - konnte mit Präzision und ohne Verfälschungen durch irgendwelche künstlerischen Effekte eine kulturelle Aussage dieser Qualität, angesichts des Reichtums und der Verletzbarkeit dieser Landschaft, wiedergeben. Die Details sind genau und klar, nur die natürlichen Formen, das Wachstum und die komplexe Pracht der Buchen kommen zum Vorschein. Allein Rhythmus, Form und Perfektion der Details sind von Wichtigkeit für die perfekte Wiedergabe des Sujets.



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